Die Blockchain und das Gesundheitswesen

Die Blockchain und das Gesundheitswesen
Bietet die Blockchain innovative oder gar unumgängliche Lösungsansätze für das Gesundheitswesen? Diese und weiterführende Fragen werden interessierten Besuchern an einem Vortragsvormittag der Human Technology Styria GmbH beantwortet.

Blockchain on Stage: Future of Life Sciences

Donnerstag, 15. März 2018
Von 08:30 bis 13:30 Uhr mit anschließendem Netzwerken!
UCI Kinowelt Annenhof
Annenstrasse 29, 8020 Graz

Der Bitcoin, die Blockchain-Technologie und sogenannte Kryptowährungen erlangen immer mehr Aufmerksamkeit. Vielfach werden Kryptowährungen aber einfach als neue Währung, als digitales Zahlungsmittel und vor allem als äußerst risikoreiche Anlageform abgetan, mit der man eigentlich nicht unbedingt etwas zu tun haben muss, es sei denn, man ist ein Spekulant mit Hang zu prickelnden oder nahezu dubiosen Geschäften.

Dass sich Blockchain längst zu einer anerkannten Technologie mit disruptivem Potential entwickelt hat, übersehen die meisten Menschen.

Die Blockchain und die Medizinforschung.
Längst haben Technologie-Riesen, Auto-Industrie, Telekommunikations-Unternehmen, Transportwesen, Banken und auch Kommunen das enorme Lösungspotential für sich entdeckt und treiben die Entwicklung mit voran, um für sich den größtmöglichen Nutzen zu generieren.

Kann Blockchain das Gesundheitssystem vorantreiben oder gar retten?

Ein Beispiel zur Veranschaulichung. Laut Weltgesundheitsorganisation wird aufgrund von verunreinigter Nahrung pro Jahr einer von zehn Menschen krank und rund 400.000 Menschen sterben an den Folgen. Viele Probleme rund um Lebensmittelsicherheit, wie zum Beispiel Verunreinigungen, durch Lebensmittel verursachte Krankheiten, Verschwendung und teure Rückrufaktionen von Nahrungsmitteln, werden durch fehlenden Zugang zu Informationen und schlechte Rückverfolgbarkeit noch verstärkt. Information und unverfälschter Informationsfluss für riesige Datenmengen, die nicht korrumpierbar und dezentral abrufbar sind, sind deshalb mit die wichtigsten Lösungsansätze, die die Blockchain bietet.

Vor allem vier Faktoren sind für das Gesundheitswesen interessant:
1) Unveränderbarkeit durch Speicherung der Transaktionen in sog. Blocks, die kryptographische Hashfunktionen enthalten und nachträgliche Manipulationen verunmöglichen;
2) Distributed Ledger, d.h. eine verteilte Datenhaltung, in der jeder Nutzer eine vollständige Kopie der Blockchain besitzen kann. Das macht zentrale Administratoren und zentrale Datenhaltung überflüssig;
3) Smart Contracts: Die automatisierte Ausführung von Vereinbarungen ohne Notwendigkeit der Prüfung und Bewilligung durch Intermediäre;
4) Incentives für Beteiligte in einem Blockchain-Netzwerk durch Token.

Anwendungsbereiche im Gesundheitswesen umfassen derzeit Sicherheit bei Medical Records (Estland). Nachverfolgbarkeit logistischer Transaktionen (Modum.io), Anreizsysteme zur Digitalisierung von medizinischen Daten (HIT Foundation). Die Abwicklung von Versicherungsverträgen ist denkbar, wie das bereits bei Reiseversicherungen geschieht (Etherisc)

Bühne frei also für medizinisch und gleichermaßen technisch Interessierte Besucher. Nutzen Sie die Möglichkeit auf dieser Veranstaltung Experten von IBM, SAP, usw. zu treffen!

Alle Vorträge, außer jener von Herrn Laeven, sind in deutscher Sprache!


Die Teilnahme ist für Clustermitglieder kostenlos.
Die Teilnahmegebühr für Nicht-Clustermitglieder beträgt 30,- Euro.

Nähere Informationen zur Veranstaltung und Tickets finden Sie auf der Webseite des Veranstalters:
Human Technology Styria



1 Kommentar

  • Interessantes Thema , sollte sich die Gesellschaft mehr damit auseinander setzen.

    Antworten

DIESEN ARTIKEL KOMMENTIEREN