Förderprojekt „Mitochondrien-Forschung“

Mitochondrien-Forschung: Neue Perspektiven im Kampf gegen Diabetes und Krebs

Dieses Forschungsprojekt von Tanja Macheiner wird von der Vereinigung Forschungsförderung der Medizinischen Universität Graz unterstützt.

Projektinformationen:

Mitochondrien stellen nicht nur die Energiekraftwerke unserer Zellen dar, sondern übernehmen auch weitere entscheidende Funktionen wie in der Zellkommunikation oder in der Regulation des Zelltodes. Daher ist das Interesse der medizinischen Forschung an Mitochondrien nicht verwunderlich. Immerhin hat man erkannt, dass sich Zahl und Aktivität dieser Zellorganellen bei verschiedenen Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder einigen Formen von Demenz in den jeweiligen Gewebszellen stark verringert. Dabei spricht man von mitochondrialer Dysfunktion, welche schlussendlich zu Funktionsstörung bis Funktionsverlust von Organen führen kann. Bei Zellen, die sich zu Krebszellen entwickeln, wird hingegen der Stoffwechsel von „Verbrennung“ auf „Gärung“ umgestellt was nicht nur eine viel geringere Energieausbeute für die Zellen bedeutet, sondern auch den Nebeneffekt der Unsterblichkeit von Zellen birgt und damit zu Krebs führen kann.
Um jene Entstehungsmechanismen der mitochondrialen Dysfunktion besser untersuchen zu können, bedarf es einem neuen Forschungsmodell mit Mitochondrien. Dabei ist es Ziel Mitochondrien im Labor, abseits von anderen Zelleinflüssen untersuchen zu können, um krankhafte Abläufe und Kettenreaktionen der mitochondrialen Dysfunktion klären zu können. Mit der Entwicklung eines neuen mitochondrialen Forschungsmodelles möchte man der Entwicklung neuer Therapien zahlreicher Erkrankungen wie Diabetes mellitus einen entscheidenden Aufschwung bereiten.


Tanja Macheiner
Tanja Macheiner

promovierte 2011 in Humanmedizin an der Medizinischen Universität Graz. Davor arbeitete sie als Medizinstudentin mehrere Jahre lang in der Pharmaindustrie. Ihrer Leidenschaft für medizinische Forschung, speziellen für den Bereich Zellkultur, ging sie bereits während des Studiums im Rahmen des EU- Projektes EuroStec nach. Seit 2011 ist Tanja Macheiner an der Biobank Graz beschäftigt und widmet sich dort den Bereichen Grundlagenforschung, Ethik und Öffentlichkeitsarbeit.