Förderprojekt „Verwendung zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) zur Identifizierung von Resistenzmechanismen bei HER2-positiven Brustkrebspatientinnen“

Dieses Forschungsprojekt von Peter Ulz wird von MEFOgraz unterstützt.

Brustkrebs

Projektinformationen:

Die Entwicklung zielgerichteter Therapien bei einer Krebserkrankung nimmt rasch zu. In vielen Fällen sind diese Therapien aber nur kurze Zeit wirksam, bevor der Tumor dagegen resistent wird. Umso wichtiger ist es diese Patienten frühzeitig zu erkennen und eine Therapie, die erhebliche Nebenwirkungen haben kann, abzubrechen und nach Alternativen zu suchen. Obwohl die zielgerichtete Therapie gegen Her2-positive Brusttumore ein Paradebeispiel darstellt, wirkt die Therapie bei einem Teil der Patienten nur für einen kurzen Zeitraum.
Das Ziel dieses Projekts ist es, über Analysen der zellfreien DNA nach frühen Signalen der Resistenz in einem Kollektiv an Her2-positiven Brustkrebspatientinnen zu suchen. Dabei wird vor allem die Assoziation der zellfreien DNA zu Histonproteinen ausgenützt. Einerseits könnten daraus Biomarker abgeleitet werden, die eine Resistenz im Vorhinein über die Analyse zellfreier DNA anzeigen, andererseits könnte dieser Ansatz auch den Resistenzmechanismus auf biologischer Ebene erklären.


Peter Ulz
Peter Ulz

wurde 1984 in Graz geboren, ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Nach seiner Ausbildung als biomedizinischer Analytiker begann er am Institut für Humangenetik zu arbeiten. Als klar wurde, dass Next Generation Sequencing in der Humangenetik ein wichtiger Trend in der Zukunft wird, hat Peter Ulz beschlossen nebenberuflich Biomedical Engineering mit Vertiefung in Bioinformatik an der Technischen Universität Graz zu studieren. Nach dem Bachelorabschluss 2013, begann er das Masterstudium Computational Biology, das er 2016 erfolgreich abschloss. Seitdem studiert Peter Ulz im Doktoratsstudium Medizinische Wissenschaften unter der Betreuung von Univ.-Prof. Michael Speicher. Während der ganzen Zeit konnte er die theoretischen Erkenntnisse aus dem Studium direkt am Institut für Humangenetik in der Arbeitsgruppe von Univ.-Prof. Dr. Michael Speicher und Assoz.-Prof. Dr. Ellen Heitzer anwenden.
Sein wissenschaftlicher Fokus liegt dabei in der bioinformatischen Analyse von Hochdurchsatzsequenzierungen von zellfreier DNA. Insbesondere Muster in der spezifischen Fragmentierung der zellfreien DNA, die durch die Bindung von Proteinen zustande kommen, sind ein Schwerpunkt seiner Forschung.