ForscherInnen

Forschung ist die zentrale Aufgabe einer jeden Medizinischen Universität. Neben der ausgezeichneten PatientenInnen-Betreuung und der Ausbildung des medizinischen Nachwuchses steht die Erforschung von Ursachen, Prävention und neuen Therapie- und Behandlungsmethoden im Fokus der MedizinerInnen. Denn Forschung ist Basis für den medizinischen Fortschritt – zu unser aller Wohl.
Die Medizinische Universität Graz kann auf eine lange Tradition (3 Nobelpreisträger) der wissenschaftlich-medizinischen Forschung zurückblicken und ist mit Recht stolz auf die rund 1000 ForscherInnen mit ihren vielen international anerkannten Wissenschaftler, die am LKH-Univ. Klinikum Graz und an den vorklinischen Instituten und Zentren tagtäglich exzellente Forschungsarbeit leisten.

ForscherInnen


Irmgard Lippe
Univ.-Prof.in. Dr.in Irmgard Lippe

(Institut für experimentelle und klinische Pharmakologie)

„Forschung ist eine zentrale Aufgabe der Medizinischen Universität Graz. Jeder Fortschritt in der Medizin basiert auf wissenschaftlicher Forschung – sei es durch die Erforschung physiologischer Vorgänge, die Entschlüsselung von Genen und deren Funktionen, die Entwicklung neuer Operationstechniken oder die Prüfung von Wirkstoffen für neue Medikamente.“

Hellmut Smonigg
Univ.-Prof. Mag. Dr. Peter Holzer

(Dekan für Doktoratsstudien)

„Österreich ist bekannt für seine Kunstschätze und Kulturaktivitäten – Musik, Theater, Oper, Architektur, Museen – die nicht nur auf öffentlichem, sondern vor allem auf privatem Sponsoring beruhen. Ich wünsche mir, dass auch Wissenschaft und Forschung anerkannter Teil dieser Kulturaktivitäten werden. Österreich hat enormes Forschungspotential, wenn man es im Land halten kann und mit genug Mitteln ausstattet – öffentlich wie privat. Es ist DIE Investition in die Zukunft.
Als Dekan für Doktoratsstudien habe ich tagtäglich mit dem Potential unserer Forschungszukunft zu tun: den Doktoratsstudierenden. Sie tragen überdurchschnittlich zum Forschungsoutput unserer Universität bei, und sie sprühen vor Kreativität, Einsatzfreude und Begeisterung. Wir müssen alles daran setzen, dass sie auch nach ihrer wissenschaftlichen Ausbildung (Doktorat der medizinischen Wissenschaft oder PhD) ihr Wissen, ihre Motivation und ihre Innovationskraft in die Forschung investieren können.“

Univ.-Prof. Dr. Andreas Leithner

(Vorstand der Univ. Klinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie)

„Ohne Forschung kein Fortschritt, keine Verbesserungen in Diagnostik und Therapie!“

Berndt Urlesberger
Univ.-Prof. Dr. Berndt Urlesberger

(Leiter der Klinischen Abteilung für Neonatologie der Univ. Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde)

„Medizinische Forschung verbessert immer auch die Patientenversorgung – und das ist gut so.“

Univ.-Prof. Dr. Hermann Toplak

(Universitätsklinik für Innere Medizin/Teaching Unit)

„Das Ziel meiner Forschung ist es, nicht nur neue Erkenntnisse zu gewinnen, sondern den enormen Fortschritt der Medizin unserer Zeit auch an die Patientinnen und Patienten heranzubringen. Dazu bedarf es neben einer exzellenten Fachkenntnis Fertigkeiten aller Art, die mit der Kommunikation mit den Patientinnen, dem Verstehen ihrer persönlichen Lebensweise, ihrer Psyche und allen anderen Aspekten der Person zusammenhängen. Als Stoffwechselspezialist weiß ich, dass noch viele Forschungsvorhaben auf Finanzierung warten, um patientengerechten Einsatz von Medikamenten, ärztlichem Gespräch, Stressmanagement, Bewegung, Ernährung und Lebensführung zu gewährleisten.“

Werner Aberer
Univ.-Prof. Dr. Werner Aberer

(Vorstand der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie)

„Forschung erfordert nicht nur helle Köpfe, die wissenschaftliches Neuland betreten wollen. Forschung kostet auch Geld. Dieses wiederum dürfen wir nicht nur von oben, vom Staat, erwarten. Es sind international diejenigen Universitäten am erfolgreichsten in der Forschung, die am meisten Geld einwerben können – von Privatpersonen wie dir und mir. Beteiligen wir uns doch am Fortschritt durch Forschung; durch die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden zahlt auch der Staat mit.“

Dagmar Kratky
Univ.-Prof. Mag. Dr.rer.nat. Dagmar Kratky

(Stv. Vorstand des Instituts für Molekularbiologie und Biochemie)

„Meine Forschung beschäftigt sich mit der Biochemie von Fett, konkret mit dem Lipidmetabolismus in speziellen Zellen wie Makrophagen und Organen. Dabei interessiert uns besonders die Rolle von Enzymen, welche Fett aufbauen und wieder spalten. Obwohl diese Grundlagenforschung noch keine unmittelbare Auswirkung auf den klinischen Alltag hat, legt sie die Grundlage für das Verständnis so wichtiger Krankheiten wie Atherosklerose, Typ-2 Diabetes und letzten Endes des gesamten Komplexes der Herz-Kreislauf-Erkrankungen.“

Dagmar Kratky
Univ.-Prof. Dr.med Harald Mangge

(Klinisches Institut für medizinische und chemische Labordiagnostik)

„Wissenschaft und Forschung sowie menschliches Einfühlungsvermögen sind tragende Säulen der Medizin. Der grandiose Erfolg der Evidenz-basierten Medizin der letzten 100 Jahre war nur durch die explosionsartige Entwicklung der Naturwissenschaften möglich. Ich hatte im Rahmen meiner bisherigen Aktivitäten an der Medizinischen Universität und Univ.-Klinikum Graz das große Glück, sowohl Bereiche der Grundlagenforschung, als auch klinisch kurative und diagnostische Domänen der Medizin kennen zu lernen. Die wissenschaftlichen Aktivitäten am klinischen Institut für medizinische und chemische Labordiagnostik konzentrieren sich auf Folgeerkrankungen von Adipositas (insbesondere Atherosklerose) und Biomarkerforschung. Die weltweite Fettsucht-Epidemie zählt zu den grossen Herausforderungen unserer modernen Gesellschaft. Forschung in diesem Gebiet vermittelt faszinierende Einblicke in Zusammenhänge zwischen Stoffwechsel, Gehirn und Immunsystem in einem breiten Spektrum, das bis zu Nanomedizin reicht. Als MUG Koordinator von BioTechMed habe ich die interessante Gelegenheit das Potential von naturwissenschaftlicher (KFU) und technischer (TUG) Grundlagenforschung für klinisch translationelle Medizin kennen zu lernen und bei der Entwicklung kooperationeller Achsen mitzuwirken.“

Dagmar Kratky
Ao. Univ.-Prof. Mag.Dr. Wolfgang Sattler

(Institut für Molekularbiologie und Biochemie)

„Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie Lipide die Funktion der Blut-Hirn Schranke beeinflussen. Die Blut-Hirnschranke stellt einen hochselektiven biologischen Filter dar, der für das Gehirn sowohl eine Schutz- (vor Krankheitserregern) als auch eine Versorgungsfunktion (mit Nährstoffen) übernimmt. Bei diesen Untersuchungen fokussieren wir vor allem auf die Bildung und Eigenschaften von chlorhaltigen Lipiden, die unter entzündlichen Bedingungen die Funktion der Blut-Hirn Schranke dramatisch beeinträchtigen und den Tod von Nervenzellen auslösen.
In einem zweiten Themenkomplex untersuchen wir die Rolle von Lipiden im Glioblastom-Wachstum. Das Glioblastom ist ein relativ häufiger und sehr bösartiger Gehirntumor, der bei Erwachsenen auftritt. In diesem Projekt konnten wir (in Zusammenarbeit mit mehreren anderen Forschungsgruppen) zeigen, dass ein Verständnis dieser regulatorischen Mechanismen dazu genutzt werden kann, das Wachstum dieser bösartigen Tumore in präklinischen Modellen substantiell zu inhibieren.
Als Grundlagenforscher versuchen wir auf diesen Gebieten neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen, die in Zukunft Patienten in der klinischen Praxis zugute kommen könnten. Nachdem wir nicht gewinnorientiert arbeiten, sind wir auf Unterstützung durch Drittmittel und auf Grund der prekären Finanzierungslage der Grundlagenforschung auch immer mehr auf Spendengelder angewiesen.“