Heute ist Welt-Alzheimer-Tag


Alzheimer – Der Kampf gegen das Vergessen

Die globale Dachorganisation Alzheimer´s Disease International ADI ruft alljährlich zur Unterstützung auf. Seit 1994 finden am 21. September in aller Welt vielfältige Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation von Menschen mit Demenz und Alzheimer aufmerksam zu machen.

Allein in Österreich leiden mehr als 100.000 Menschen an dieser zermürbenden Krankheit. Und bis zum Jahr 2050 soll diese Zahl auf 230.000 ansteigen. Ein Großteil der Alheimer-Erkrankten wird zuhause von den eigenen Kindern oder Partnern gepflegt. Eine immense Belastung, oft übernatürliche Anstrengungen und ein enormer zeitlicher Aufwand. Und es fehlt an Unterstützung in der Pflege.


Was ist Demenz? Was Alzheimer?

Demenz als Überbegriff bedeutet, dass die intellektuellen Fähigkeiten nachlassen. Demenz hat viele Formen und Gesichter. Am häufigsten erkranken Menschen erst im fortgeschrittenen Alter an einer Demenz, manchmal jedoch schon während der Berufstätigkeit. Die Krankheit verändert sich auch im Verlauf. Zu Beginn sind Betroffene weitgehend selbstständig, haben viele Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten. Im späten Stadium benötigen Demenzkranke immer mehr an Unterstützung.

Die häufigste Ursache für eine Demenz ist Alzheimer, die daher auch Alzheimer-Demenz genannt wird. Andere Ursachen für Demenz können zum Beispiel Durchblutungsstörungen im Gehirn sein oder sogenannte Levy-Körperchen, die sich als Veränderungen im Gehirn zeigen.
Durch die Alzheimer-Krankheit passieren Veränderungen im Gehirn. In und zwischen den Nervenzellen lagert sich Eiweiß ab, in Form von Plaques und Fibrillen. Dadurch sterben Gehirnzellen ab, die Weiterleitung der Signale zwischen den Nervenzellen funktioniert nicht mehr. Die Folge ist, dass im Verlauf der Erkrankung sehr viel Hirngewebe verloren geht.

Medizinforschung

Führende Alzheimer-Spezialisten gehen heute davon aus, dass es bis 2025 tatsächlich neue Therapien geben wird. Entscheidend wird aber sein, diese Therapien rechtzeitig einzusetzen – also bevor viel Hirngewebe zerstört wurde. Dafür wiederum müssen die Patienten frühzeitig entdeckt werden.
Weltweit arbeitet man an Universitäten und Forschungseinrichtungen mit Nachdruck daran, diese Krankheit in ihre Schranken zu weisen. Auch an der Med-Uni Graz werden hier Erfolge verzeichnet.
Medizinforschung ist der einzige Weg, dieser Krankheit den Kampf anzusagen und zumindest deren Krankheitsverlauf zeitlich zu verzögern und die Folgeerscheinungen abzuschwächen.


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